Das INM feiert sein 30-jähriges Jubiläum

2017 jährt sich die Gründung des INM zum 30ten Mal. Dieses Jubiläum begeht das Institut mit einer Feierstunde am 23. Oktober um 17:30 Uhr in der Aula der Universität des Saarlandes. Neben Manfred Schmitt, Präsident der Universität des Saarlandes, wird auch die Saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer erwartet.

    Gesamte Pressemitteilung

    2017 jährt sich die Gründung des INM zum 30ten Mal. Dieses Jubiläum begeht das Institut mit einer Feierstunde am 23. Oktober um 17:30 Uhr in der Aula der Universität des Saarlandes. Neben Manfred Schmitt, Präsident der Universität des Saarlandes, wird auch die Saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer erwartet.

    „Unser Institut hat sich in den letzten zehn Jahren extrem gewandelt und internationale Reputation dazugewonnen“, sagt Eduard Arzt, wissenschaftlicher Geschäftsführer des INM. Am INM gehe es nicht mehr ausschließlich um die klassischen, früheren Materialthemen, wie zum Beispiel Schutzbeschichtungen gegen Korrosion, Kratzer oder Schmutz. „Die aktuelle Forschung adressiert zentrale Materialfragen im Zusammenhang mit der Energiewende, der Robotik, der flexiblen Elektronik oder der Medizin. Wir entwickeln derzeit neue, mittelfristige Perspektiven etwa für Analysegeräte oder Interfaces, die sich direkt auf der Haut tragen lassen oder besondere Tastreaktionen hervorrufen. Denn zunehmend werden innovative Materialien für die digitalisierte Welt benötigt“, sagt Arzt.

    Aránzazu del Campo, wissenschaftliche Geschäftsführerin am INM erklärt: „Biomedizinische Materialien am INM haben eine große Zukunft: Künstliche Gewebe werden individuell auf Patienten anpassbar sein, um die Heilung zu beschleunigen, oder bestimmte Immunabwehrprozesse in Gang zu setzen.“ Neue Materialien könnten auch die Wachstumsmechanismen bestimmter Zellen unterstützen und gezielt steuern. Eine ferne Vision seien nachwachsende Gewebe oder sogar Mini-Organe. Diese ließen sich zum Beispiel alternativ zu Tierversuchen verwenden, um neue Medikamente zu testen.

    Bereits seit Mitte der 2000er geht das INM mit seiner Forschung weit über seinen ursprünglichen Gründungsgedanken – die Chemische Nanotechnologie – hinaus. Es versteht sich heute als Institut, das gleichermaßen im molekularen, nanoskaligen, mikroskopischen und makroskopischen Bereich forscht – mit großer analytischer Bandbreite und multidisziplinärer, wissenschaftlicher Kompetenz. In den Forschungsfeldern Grenzflächenmaterialien, Biogrenzflächen und Nanokomposit-Technologie sowie im InnovationsZentrum INM erforschen und entwickeln Physiker, Chemiker, Materialwissenschaftler, Biologen, Mediziner und Ingenieure neue Materialien für vielfältige Einsatzbereiche.

    Für diese Herausforderungen bildet das INM seine Forschung und Entwicklung in vier Schlüsselthemen ab: So umfasst das Thema Contact Engineering Entwicklungen, bei denen bestimmte Materialfunktionen durch molekulare Kontakte entstehen. Die Forschung auf dem Gebiet der elektroaktiven Grenzflächen stellt Materialien in den Fokus, die den Transport von Ladungsträgern an Grenzflächen kontrollieren. Das Schlüsselthema 4D-Materialien und Nanokomposite widmet sich der Entwicklung von Materialien, die ihre Eigenschaften im Laufe der Zeit kontrolliert verändern. Der Biologie-nahe Bereich Zell-Material-Wechselwirkungen bildet die Forschung ab, in der Zellprozesse und Zellantworten im Hinblick auf Materialien untersucht werden.

    Hintergrund – Zahlen und Fakten
    Das INM beschäftigt rund 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die enge Kooperation mit der Universität des Saarlandes zeigt sich in sieben gemeinsamen Professuren und drei INM-Fellows. In den letzten Jahren hat das INM seinen Drittmittel-Anteil auf rund 5,6 Millionen Euro verdoppelt. Es kooperiert international mit Partnern zum Beispiel aus Südamerika, USA und Asien. Hochrangige Spezialisten und internationale Experten besuchen das Leibniz-Institut als Forschungsgäste. So entschieden sich seit 2013 drei Humboldt-Preisträger sowie sechs Humboldt-Stipendiaten für einen Forschungsaufenthalt am INM. Ferner beweist das INM seine internationale Reputation durch wissenschaftliche Konferenzen, wie zum Beispiel der CISCEM (Conference on In-situ and correlative Electron Microscopy), der CDI&E (International Conference on Capacitive Deionization &Electrosorption) sowie der internationalen Tagung „Nanosafety“.

    Hintergrund – Historie
    1987 gegründet, konzentrierte sich das INM in den ersten zwei Dekaden besonders auf die Chemische Nanotechnologie. 2007 wurde Eduard Arzt zum wissenschaftlichen Geschäftsführer und Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. Er leitete eine Neuausrichtung des INM ein: Neben die Nanokomposit-Technologie traten als weitere Forschungsschwerpunkte die Grenzflächenmaterialien und Biogrenzflächen hinzu; gleichzeitig ging damit eine stärkere Orientierung des INM in Richtung interdisziplinärer Materialforschung einher. Darüber hinaus bekräftigt das INM mit dem Mitte 2014 gegründeten InnovationsZentrum INM seine Zusammenarbeit mit der Industrie. Mit der Berufung von Aránzazu del Campo zur zweiten wissenschaftlichen Geschäftsführung im Jahr 2015 führt das INM seine Forschung besonders im Bereich der Biomaterialien verstärkt fort. Heute steht das INM unter der Geschäftsführung von Professor Eduard Arzt, Professorin Dr. Aránzazu del Campo und Günter Weber.

    Hintergrund - Zahlen und Fakten

    Das INM beschäftigt rund 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die enge Kooperation mit der Universität des Saarlandes zeigt sich in sieben gemeinsamen Professuren und drei INM-Fellows. In den letzten Jahren hat das INM seinen Drittmittel-Anteil auf rund 5,6 Millionen Euro verdoppelt. Es kooperiert international mit Partnern zum Beispiel aus Südamerika, USA und Asien. Hochrangige Spezialisten und internationale Experten besuchen das Leibniz-Institut als Forschungsgäste. So entschieden sich seit 2013 drei Humboldt-Preisträger sowie sechs Humboldt-Stipendiaten für einen Forschungsaufenthalt am INM. Ferner beweist das INM seine internationale Reputation durch wissenschaftliche Konferenzen, wie zum Beispiel der CISCEM (Conference on In-situ and correlative Electron Microscopy), der CDI&E (International Conference on Capacitive Deionization &Electrosorption) sowie der internationalen Tagung „Nanosafety“.

    Hintergrund - Historie

    1987 gegründet, konzentrierte sich das INM in den ersten zwei Dekaden besonders auf die Chemische Nanotechnologie. 2007 wurde Eduard Arzt zum wissenschaftlichen Geschäftsführer und Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. Er leitete eine Neuausrichtung des INM ein: Neben die Nanokomposit-Technologie traten als weitere Forschungsschwerpunkte die Grenzflächenmaterialien und Biogrenzflächen hinzu; gleichzeitig ging damit eine stärkere Orientierung des INM in Richtung interdisziplinärer Materialforschung einher. Darüber hinaus bekräftigt das INM mit dem Mitte 2014 gegründeten InnovationsZentrum INM seine Zusammenarbeit mit der Industrie. Mit der Berufung von Aránzazu del Campo zur zweiten wissenschaftlichen Geschäftsführung im Jahr 2015 führt das INM seine Forschung besonders im Bereich der Biomaterialien verstärkt fort. Heute steht das INM unter der Geschäftsführung von Professor Eduard Arzt, Professorin Dr. Aránzazu del Campo und Günter Weber.