Das INM bietet in Zusammenarbeit mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMFTR) jährlich in den Herbstferien das Schülerpraktikumsprogramm „Werkstoffferien“ an. In der Regel erhalten vier ausgewählte Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, einen tiefen Einblick in die Welt der Materialwissenschaften und die Arbeit von Forschenden zu gewinnen.
In diesem Jahr entschieden sich drei Schüler für ein Praktikum am INM. Das Besondere an den Jugendlichen aus Bayern: Sie sind Bundessieger im Fach Chemie beim Wettbewerb „Jugend forscht“ 2026, und die Teilnahme an den Werkstoffferien ist Teil ihres Preises. Sie erläutern, warum sie aus dem Angebot an Forschungseinrichtungen, die sie besuchen konnten, das INM auswählten. „Das INM war unsere erste Wahl, weil dort unter einem Dach an vielfältigen materialwissenschaftlichen Themen geforscht wird“, bestätigten Lennart Antritter, Levi Jekić und Alexander Kluge unisono.
Die Vielfalt der Forschungsthemen am INM spiegelte sich auch im Praktikumsprogramm wider. Nach einer allgemeinen Einführungen in Wissenschaft und Materialwissenschaft und einer Sicherheitsunterweisung arbeiteten die Schüler unter Anleitung in den Laboren des Instituts. Sie erhielten Einblicke in die faszinierende Welt der Elektronenmikroskopie, stellten selbst Silberspiegel her, wurden in die Grundlagen Lebender Materialien eingeführt und erprobten CRISPR-Cas, die sogenannte Genschere, als diagnostisches Werkzeug.
Zum Abschluss der Praktikumswoche hatten die Schüler Gelegenheit, Fragen an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des INM zu stellen. Dabei erhielten sie Einblicke in Studienmöglichkeiten, den Forschungsalltag und mögliche Karrierewege in den Naturwissenschaften. Auf die Frage, was sie an den Materialwissenschaften und insbesondere an der Chemie fasziniere, antworteten sie: „Materialwissenschaften sind so spannend, weil man aus dem Chaos Dingen auf die Spur gehen kann. Dass nicht immer vorhersehbar ist, was dabei herauskommt, ist das Schöne daran.“
Das Schülerpraktikumsprogramm „Werkstoffferien“ ist Teil eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II mit besonderem Interesse an Naturwissenschaften und Technik, die praxisnahe Erfahrungen in einem Forschungsinstitut sammeln möchten.






