Ingrid Weiß nimmt Ruf auf W3-Professur für biobasierte Materialien in Stuttgart an

Die bisherige Leiterin des Programmbereichs Biomineralisation nimmt den Ruf auf eine W3-Professur an die Universität Stuttgart an.

Dort wird sie ihre Arbeiten zur Biomineralisation fortsetzen. Schwerpunkt ihrer Forschung werden molekulare Regelmechanismen sein, mit denen biologische Systeme, wie zum Beispiel marine Muscheln oder Schnecken, feste Materialien bilden.

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„Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen und Kompetenzen, die ich mir in den letzten Jahren am INM aneignen konnte. Als Biologin habe ich an diesem Institut meinen Blick auf die materialwissenschaftliche Seite der Biomineralisation geschärft. Dies hat mir ein tieferes Verständnis für Abläufe an Grenzflächen ermöglicht und auch mechanische Testverfahren nahe gebracht, die mir vorher nicht in diesem Maße geläufig waren“, meint die Biologin Weiß.

Während Weiß am INM in einem interdisziplinärem Umfeld eingebunden war und ihre Arbeit der wissenschaftlichen Gesamtstrategie des INM folgte, wird sie ihre Forschung in Stuttgart verstärkt den Grundprinzipien und Modellmechanismen widmen, mit denen Pflanzen und Tiere Materialien hervorbringen. Für die Entwicklung anwendungsorientierter Systeme, die nach biotechnologischen Prinzipien arbeiten, will die Biologin auch zukünftig mit dem INM zusammen arbeiten.

Kurzvita:

Ingrid Weiß studierte Biologie an der Technischen Universität München und promovierte ebendort im Jahr 2000 im Fach Biophysik. Nach einem zweijährigen Postdoc Aufenthalt am Weizmann-Institut in Israel habilitierte sie 2008 an der Universität Regensburg in Biochemie. Im gleichen Jahr begann die Privatdozentin ihre Arbeit am INM, wo sie die Forschungsgruppe Biomineralisation aufbaute und prägte.

Das INM in Kürze:

Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien erforscht und entwickelt Materialien – für heute, morgen und übermorgen. Chemiker, Physiker, Biologen, Material- und Ingenieurwissenschaftler prägen die Arbeit am INM. Vom Molekül bis zur Pilotfertigung richten die Forscher ihren Blick auf drei wesentliche Fragen: Welche Materialeigenschaften sind neu, wie untersucht man sie und wie kann man sie zukünftig für industrielle und lebensnahe Anwendungen nutzen? Dabei bestimmen vier Leitthemen die aktuellen Entwicklungen am INM: Neue Materialien für Energieanwendungen, Neue Konzepte für medizinische Oberflächen, Neue Oberflächenmaterialien für tribologische Systeme sowie Nano-Sicherheit und Nano-Bio. Die Forschung am INM gliedert sich in die drei Felder Nanokomposit-Technologie, Grenzflächenmaterialien und Biogrenzflächen.

Das INM mit Sitz in Saarbrücken ist ein internationales Zentrum für Materialforschung. Es kooperiert wissenschaftlich mit nationalen und internationalen Instituten und entwickelt für Unternehmen in aller Welt. Das INM ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und beschäftigt rund 220 Mitarbeiter.