Girls‘ Day 2016

Am 28. April forschen zehn Schülerinnen der Klassenstufe acht bis zehn am INM. Sie erkunden, wie Materialien die Bewegung von Zellen beeinflussen, und erforschen, wie man Strukturen aus der Natur nachstellen und nutzen kann.

Download Pressemeldung: 160425 Girls Day Warum Geckos kleben und wie Zellen wandern

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Dr. Jung, Carola
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)681-9300-506

Faszinierende Mikrostrukturen in der Natur lassen Geckos kopfüber haften und Schmetterlinge in bunten Farben schillern. Strukturen, die die Natur in mehreren Millionen Jahren perfektioniert hat, stellen die Wissenschaftler heute mit künstlichen Materialien nach. Am INM erfahren die Schülerinnen, wie solche Strukturen aussehen, wie man sie nachbauen und wofür man sie nutzen kann. Hierfür wählen sie die passenden Strukturen aus schon bestehenden Datenbanken aus oder entwerfen diese selbst am Computer. Mit dem sogenannten Zwei-Photonen-Lithographie-Verfahren und einigen Bearbeitungsschritten können sie ihre Designs dann direkt dreidimensional ausdrucken und mit hochauflösender Elektronenmikroskopie abbilden. Mit Lichtmikroskopietechniken erfahren die Jugendlichen, wie diese kleinsten 3D-Strukturen, sogenannte photonische Kristalle, Licht beeinflussen und für welche technischen Anwendungen diese genutzt werden können.

In vielen medizinischen Bereichen werden Zellen benötigt, die zielgerichtet auf einem Material wandern, welches später auch in den Körper eingebracht werden kann. Damit Zellen wandern, brauchen sie einen „Start-Befehl“. Dieser kann auch von dem verwendeten Material selbst kommen. Am INM werden die Schülerinnen solche Materialien entwickeln, die den Start-Befehl für die Zellen geben können. Zuerst beteiligen sie sich an der Herstellung von weichen Materialien. Auf diese werden in einem zweiten Schritt menschliche Zellen aufgebracht und genauer betrachtet. Hierbei können die Schülerinnen „live“ im Mikroskop beobachten, wie die Zellen auf dem Material wandern. Zuletzt erforschen die Jugendlichen die Zellen genauer und betrachten auch das Innere der Zellen mit einem Mikroskop.

Hintergrund:

Zum zehnten Mal beteiligt sich das INM am jährlich stattfindenden, bundesweiten Girls´ Day. Mit abwechselnden Themen wie zum Beispiel „Wie wird man Professorin?“, „Obst und Gemüse unter der Lupe“, „Mit goldenen Schlüsseln Türen öffnen“ oder „Mit allen Sinnen forschen“ will das INM Mädchen für Forschung und naturwissenschaftliche Berufe begeistern.

Die seit 2001 bestehende Initiative wird gefördert vom Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Weitere Informationen unter www.girls-day.de.

Das INM erforscht und entwickelt Materialien – für heute, morgen und übermorgen. Chemiker, Physiker, Biologen, Material- und Ingenieurwissenschaftler prägen die Arbeit am INM. Vom Molekül bis zur Pilotfertigung richten die Forscher ihren Blick auf drei wesentliche Fragen: Welche Materialeigenschaften sind neu, wie untersucht man sie und wie kann man sie zukünftig für industrielle und lebensnahe Anwendungen nutzen? Dabei bestimmen vier Leitthemen die aktuellen Entwicklungen am INM: Neue Materialien für Energieanwendungen, Neue Konzepte für medizinische Oberflächen, Neue Oberflächenmaterialien für tribologische Systeme sowie Nano-Sicherheit und Nano-Bio. Die Forschung am INM gliedert sich in die drei Felder Nanokomposit-Technologie, Grenzflächenmaterialien und Biogrenzflächen.

Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien mit Sitz in Saarbrücken ist ein internationales Zentrum für Materialforschung. Es kooperiert wissenschaftlich mit nationalen und internationalen Instituten und entwickelt für Unternehmen in aller Welt. Das INM ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und beschäftigt rund 220 Mitarbeiter.

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