Neues DFG-Projekt „Eigene Stelle“ am INM



Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die Chemikerin Dr. Julieta Paez und einen Doktoranden bei der Entwicklung grüner Vernetzungsreaktionen zur Bildung polymerer Netzwerke.

Vernetzte Polymermaterialien stellen einen riesigen globalen Markt dar, der unter anderem Beschichtungen, Klebstoffe und Hydrogel-Produkte umfasst. Es besteht ein zunehmender Bedarf an effizienten Möglichkeiten, solche Materialien unter umweltfreundlichen Bedingungen herzustellen. Inspiriert von chemischen Reaktionen in Proteinen wird Dr. Julieta Paez wasserbasierte Vernetzungsreaktionen mit geringer Umweltbelastung und Kosteneffizienz entwickeln. Dieses Konzept wird auf die Synthese von Biomaterialien angewendet.

Dr. Paez sagte: „Dieses Projekt ist nicht nur aus fundamentaler Sicht spannend, sondern stellt auch eine attraktive Chance für die angewandte Wissenschaft dar, die sich positiv auf die zukünftige Entwicklung von Lacken, Klebstoffen und Hydrogelen in der Industrie auswirken könnte“.

Dr. Paez ist Projektleiterin der Gruppe Funktionelle Hydrogele innerhalb des Programmbereichs Dynamische Biomaterialien am INM.

Julieta Paez studierte Chemie (2006) und promovierte 2012 in den Bereichen Polymer- und Materialchemie an der National University of Córdoba (UNC, Argentinien). Um die Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Entwicklung zu verbinden, kam sie 2016 ans INM. Im Jahr 2017 wurde sie mit dem zweiten Preis des Evonik Call for Research Proposals ECRP ausgezeichnet. Seit 2019 ist sie Projektleiterin der Gruppe Funktionelle Hydrogele im Programmbereich Dynamische Biomaterialien.