Nano Zell Interaktionen

Nano Zell Interaktionen 7

Im Programmbereich Nano Zell Interaktionen geht es um die Auswirkungen technisch hergestellter Nanoobjekte auf menschliche Zellen. Die Motivation hierzu ist, zu einer sicheren Anwendung von Nanomaterialien in technischen und biomedizinischen Bereichen beizutragen. Ziel ist es zu verstehen, wie bestimmte Partikeleigenschaften Struktur und Biochemie der Zellen beeinflussen, und aufzuklären, welche Mechanismen die Aufnahme und Lokalisierung von Nanoobjekten vermitteln. Als Untersuchungsobjekt werden Nanopartikel aus anorganischen Materialien gezielt hergestellt und charakterisiert. Zur Lokalisierung von Partikeln und Zellstrukturen werden vor allem lichtmikroskopische Techniken eingesetzt. Eine Besonderheit der Gruppe ist der Einsatz der hochauflösenden Stimulated Emission Depletion (STED)- Mikroskopie für diesen Zweck. Zur Analyse der Zellantwort werden darüber hinaus chemische, biochemische und molekularbiologische Techniken verwendet.

 

Kontakt

    Leibniz-Forschungsverbund Advanced Materials Safety

    Aktiv in der Leibniz-Gemeinschaft 3

    Die Forschung im Programmbereich Nano Zell Interaktionen ist eng verknüpft mit dem „Leibniz-Forschungsverbund Advanced Materials Safety“. Dr. Annette Kraegeloh ist, gemeinsam mit Prof. Andreas Fery vom Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF), Sprecherin des Verbundes. Das INM koordiniert die Aktivitäten des Forschungsverbunds.

    Unsere Vision: Förderung des Designs und die verantwortungsvolle Entwicklung von funktionalen und sicheren Materialien

    Hochentwickelte Materialien, mit ihrer hierarchischen Struktur aus mikro- und nanoskaligen Bausteinen, sind Grundlagen für innovative Technologien. Ihr komplexer Aufbau resultiert in neuen Herausforderungen bei der Bewertung der Sicherheit dieser Materialien über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Im Rahmen des Leibniz Forschungsverbunds Advanced Materials Safety verfolgen wir einen multidisziplinären Ansatz, der das Design sicherer Materialien, die zukunftssichere Sicherheitsbewertung, die Wissenschaftskommunikation und das Forschungsdatenmanagement integriert. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschenden verschiedener Disziplinen ist Voraussetzung für sichere und nachhaltige Innovationen, die von Verbrauchern und der Öffentlichkeit akzeptiert werden.

    Spezifische Fallstudien werden in einem gemeinsamen Rahmenprogramm von Graduiertenausbildung und -austausch behandelt. Das Vorhaben wird durch die Entwicklung einer FAIR-kompatiblen Forschungsdateninfrastruktur unterstützt, die den Bedürfnissen der Materialsicherheitsforschung Rechnung trägt.

    Unsere Hauptziele:

    • Entwicklung von Designkonzepten für sicherere und nachhaltige hochentwickelte Materialien anhand von beispielhaften Energiematerialien und biomedizinischen Anwendungen: Synthese und Charakterisierung hochentwickelter Materialien, Modellierung toxikologisch relevanter Materialeigenschaften, Nachweis dieser Materialien in der abiotischen Umwelt, Safe-by-Design
    • Bestimmung und Vorhersage der Auswirkungen hochentwickelter Materialien auf die menschliche Gesundheit und Organismen in der Umwelt: Akkumulation und Interaktion mit Organismen, Entwicklung von Vorhersagemodellen zur Bestimmung ökologischer, biologischer und toxikologischer Auswirkungen, Aufklärung molekularer Mechanismen und Schlüsselereignisse
    • Wahrnehmung und Wissenstransfer in Bezug auf hochentwickelte Materialien und ihre nachhaltige Anwendung: Entwicklung von Methoden für die wissenschaftliche Bildung, die Wissensaufnahme und den Wissenstransfer in die Öffentlichkeit sowie aus der Öffentlichkeit zurück in die wissenschaftliche Community

    Um der Vielschichtigkeit des Projektes gerecht werden zu können, vereint der Forschungsverbund Forschende aus zwölf Leibniz-Instituten mit unterschiedlichen Expertisen: Materialwissenschaften, Biologie und Toxikologie, Informatik, Bildungswissenschaften und Wissenschaftskommunikation.

    Weitere Informationen: https://www.leibniz-advanced-materials-safety.de