Am 8. November feiert das INM sein 25-jähriges Jubiläum

Am 8. November feiert das INM sein 25-jähriges Jubiläum

2012 jährt sich die Gründung des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien zum 25ten Mal. Dieses Jubiläum begeht das Institut mit einer Feierlichkeit, zu der auch Heiko Maas, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, erwartet wird.

Im Rahmen seines Jubiläums richtet das INM außerdem am 6. und 7. November die internationale zweitägige Konferenz CISCEM (Conference on In-Situ and Correlative Electron Microscopy) aus: Hochkarätige Wissenschaftler aus zwölf Nationen erörtern hier, wie sich zum Beispiel das Wachstum von Nanomaterialien in Flüssigkeiten oder Energiespeichermaterialien mit Elektronenmikroskopie untersuchen und abbilden lassen. Darüber hinaus präsentieren die Wissenschaftler Forschungsergebnisse aus der Biologie, bei denen sie das Verhalten von Proteinen in Zellen auf Nanometerskala beobachtet haben. Diese Erkenntnisse könnten in Zukunft zu neuen Krebstherapien führen.

Historischer Abriss

Mit der Gründung des Instituts im Jahr 1987 lag der Fokus vor allem auf der – damals neuen – Nanotechnologie. In dieser Phase entwickelten die Forscher des INM mit besonderen Verfahren der Chemischen Nanotechnologie Werkstoffe, in die Nanopartikel chemisch eingebunden werden. Die verschiedensten Varianten gipfelten in der Veredelung von Oberflächen, wie zum Beispiel kratzfeste, schmutzabweisende oder antireflektive Beschichtungen.

Weil das INM schon in dieser frühen Zeit einen besonderen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen legte, resultierten bereits Mitte der neunziger Jahre erste Nanotechnologieprodukte, die in die alltägliche Anwendung gelangten. Die erfolgreichen Entwicklungen führten in dieser Zeit zu einer Welle der Ausgründungen: Zwischen 1995 und 2003 entstanden elf Spin-Off-Unternehmen.

Seit Mitte der 2000er positionierte sich das INM neu: Mit seinen aktuellen Leitthemen – neue Materialien für Energieanwendungen, neue Konzepte für Implantatoberflächen, Nanosicherheit sowie Gleitreibung – steht das INM heute für eine multidisziplinäre Denkschmiede. Physiker, Chemiker, Materialwissenschaftler, Biologen, Mediziner und Ingenieure erforschen die Grundlagen neuer Effekte und Phänomene, kreieren neue Materialeigenschaften und bringen sie in die Anwendung. Nach dem Motto seines Namensträgers Leibniz „Theoria cum praxi“, dient die Forschung am INM heute in ausgewogener Balance sowohl dem Erkenntnisgewinn als auch der Anwendung zum Wohle und Nutzen der Menschen.

Dr. Carola Jung
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Vertrieb und Kommunikation
Tel. +49 681 9300 506
Fax +49 681 9300 223
E-Mail Carola.Jung@inm-gmbh.de