Nicolas Peter mit MINT Excellence Stipendium der Lautenschläger-Stiftung ausgezeichnet

Nicolas Peter mit MINT Excellence Stipendium der Lautenschläger-Stiftung ausgezeichnet

Der Saarbrücker Student und Mitarbeiter aus dem Programmbereich Metallische Mikrostrukturen setzte sich gegen 1.200 Bewerber aus ganz Deutschland durch. Die gemeinnützige Manfred Lautenschläger-Stiftung hat das Stipendienprogramm „MINT Excellence“ in diesem Jahr zum ersten Mal ausgeschrieben.

Nicolas Peter, der an der Saar-Uni „Mikrotechnologie und Nanostrukturen“ studiert, erhält eines der bundesweit 30 MINT Excellence-Stipendien. Erfolgreich war er in der Kategorie „Science Excellence“, in der besondere wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet werden. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren setzte sich der Saarbrücker Student gegen 1.200 Bewerber aus ganz Deutschland durch. Die gemeinnützige Manfred Lautenschläger-Stiftung hat das Stipendienprogramm „MINT Excellence“ in diesem Jahr zum ersten Mal ausgeschrieben.

Die Nanowelt mit ihren unvorstellbar kleinen Dimensionen ist das Fachgebiet von Nicolas Peter. Er studiert an der Saar-Uni im Master-Studiengang „Mikrotechnologie und Nanostrukturen“ und arbeitet als studentische Hilfskraft am Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) auf dem Campus. Mit seinen Arbeiten unter anderem zu Flüssigkeiten auf Polymeren und mechanischen Eigenschaften von Werkstoffen konnte er die Auswahl-Jury des MINT Excellence-Stipendiums überzeugen. Der Student bewarb sich mit seiner Bachelorarbeit und bereits zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen in Journalen und bei Konferenzen unter anderem in Taiwan, Dänemark und den Niederlanden. Nach mehreren Auswahlstufen hat er jetzt auch die letzte Hürde, ein Assessment-Center zur Auswahl der Stipendiaten in der MLP-Zentrale in Wiesloch, gemeistert.

Seine Bachelor-Arbeit, die er an der Universität des Saarlandes bei Professor Helmut Seidel sowie an der Peking Universität erstellte, hat inzwischen zur Anmeldung eines Patents geführt: Peter entwickelte ein einfaches und schnelles Verfahren, das unter anderem beim so genannten „Labor-auf-dem-Chip“ zur Anwendung kommen könnte. Bei diesen Mini-Laboren sind alle Funktionen eines großen Labors auf einer kleinen Kunststofffläche untergebracht. Winzige Mengen einer Flüssigkeit können dort analysiert werden. Mit Peters Entwicklung lässt sich die Oberfläche von Polymeren – also der Werkstoff des Mini-Labors – so verändern, dass die Art und Weise wie das Wasser die Oberfläche benetzt, gezielt beeinflusst werden kann. Damit kann also festgelegt werden, ob ein dünner Film oder ein Tropfen auf dem Material gebildet werden soll.

Nicht nur fachlich ist Nicolas Peter besonders engagiert. Er ist auch einer der sechs Organisatoren der INASCON, einer Konferenz von Studenten für Studenten in den Nanowissenschaften. Peter und seinen Mitorganisatoren ist es gelungen, diese internationale Tagung auf den Campus der Saar-Uni zu holen: Die INASCON wird Anfang August in Saarbrücken stattfinden (www.inascon.eu).

Zwei Jahre lang wird Nicolas Peter im Rahmen des MINT Excellence-Stipendiums mit 750 Euro pro Semester gefördert und erhält darüber hinaus Zugang zum MINT Excellence-Netzwerk: Er kann an Vorträgen und Workshops teilnehmen, die Schlüsselkompetenzen für den Berufsstart im MINT-Bereich vermitteln und regelmäßige Treffen und Veranstaltungen nutzen, um Kontakte zu knüpfen.

Hintergrund:
Der interdisziplinäre Bachelor- und Master-Studiengang „Mikrotechnologie und Nanostrukturen“ kombiniert die primär erkenntnisorientierte Physik mit den anwendungsorientierten Ingenieurwissenschaften. Gemeinsamer Schwerpunkt dabei ist die Miniaturisierung: Es geht um neue nanotechnologische Werkzeuge und neue Technologien für Mikrokomponenten, die inzwischen allgegenwärtig sind: ob als Bauteile der Sicherheitstechnik im Auto oder als immer kleiner werdende Datenspeicher in Computern. Rund 90 Studentinnen und Studenten studieren derzeit dieses praxisorientierte Fach an der Saar-Uni und profitieren von den engen Kontakten und kurzen Wegen zu Professoren und Dozenten. Zahlreiche Partnerschaften zu Universitäten und Forschungseinrichtungen im Ausland und die Zusammenarbeit der Saarbrücker Forscher mit internationalen Partnern bieten beste Voraussetzungen für Auslandsaufenthalte während des Studiums. Auch die Nähe zu renommierten Forschungseinrichtungen auf dem Campus wie dem Leibniz-Institut für Neue Materialien eröffnet Chancen.

Das neue Stipendienprogramm „MINT Excellence“ der Manfred Lautenschläger-Stiftung unterstützt Studierende der Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik. Ausgezeichnet werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten, besondere Studienleistungen und soziales Engagement. Durchgeführt wird das Programm vom Finanz- und Vermögensberater MLP. Kooperationspartner sind das Innovationsmagazin Technology Review aus dem Heise Verlag und “MINT Zukunft schaffen”, eine Initiative der deutschen Wirtschaft gegen den Fachkräftemangel in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen.

Weitere Informationen über MINT Excellence:
www.mintexcellence.de

Kontakt:
Nicolas Peter
e-Mail: nicolas.peter(at)inm-gmbh.de

Ansprechpartner zum Studiengang Mikrotechnologie und Nanostrukturen:

Professor Uwe Hartmann
Tel. 0681/302-3798
e-mail: u.hartmann(at)mx.uni-saarland.de

Professor Andreas Schütze
Tel. 0681-302-4663
e-mail: schuetze(at)lmt.uni-saarland.de

Download Pressemeldung: PM_230_Mint_excellence